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Mit Sprache Grenzen überwinden

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Sprachenlehren und -lernen im Kontext von Flucht und Migration


Der Universitätslehrgang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache veranstaltet gemeinsam mit dem Fachdidaktikzentrum der Geisteswissenschaftlichen Fakultät Graz jährlich eine Tagung zu einem aktuellen Thema im Bereich DaF/DaZ und Sprachdidaktik. Am 30. Juni und 01. Juli 2017 findet die 20. Grazer Tagung zum Thema „Mit Sprache Grenzen überwinden – Sprachenlehren und -lernen im Kontext von Flucht und Migration“ statt.

Mit Sprache Grenzen überwinden – Sprachenlehren und -lernen im Kontext von Flucht und Migration

Dem aktuellen UNHCR-Jahresbericht zufolge waren im Jahr 2015 weltweit mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung; 24 Millionen Menschen mussten dabei ihr Heimatland verlassen und befanden sich auf internationalen Fluchtrouten. Global betrachtet suchte nur ein kleiner Teil der Flüchtenden den Weg in die Europäische Union und somit in die deutschsprachigen Länder, nichtsdestotrotz stellen die neu angekommenen Menschen die Institutionen des öffentlichen Lebens hierzulande – und dabei vor allem die Bildungseinrichtungen – vor große Herausforderungen.

Den Bildungseinrichtungen obliegt die rasche Integration der neu zugewanderten SchülerInnen in das Regelschulwesen. Dies leitet sich aus dem Recht auf Bildung ab, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention (Zusatzprotokoll 1950, Artikel 2) und in der Charta der Grundreche der Europäischen Union (2000/C 364/01, Artikel 14) verankert ist. Darüber hinaus legt die EU-Richtlinie (2013/33/EU, Artikel 14) zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen fest, dass die Mitgliedstaaten „minderjährigen Kindern von Antragstellern und minderjährigen Antragstellern in ähnlicher Weise wie den eigenen Staatsangehörigen den Zugang zum Bildungssystem“ gestatten müssen.

Angesichts dieser Herausforderungen für das Bildungssystem besteht auch für die Wissenschaft in vielen Bereichen akuter Handlungsbedarf:  Die theoretische und empirische Modellierung von Sprachlehr-/lernkonzepten, die an die speziellen Bedürfnisse der neu ankommenden SchüerInnen angepasst sind, ist von besonderer Bedeutung. Passgenaues und effizientes Sprachlehren und –lernen fußt auch auf einer regelmäßigen Sprachstandsfeststellung – hier gibt es nach wie vor kaum geeignete Verfahren, welche die mehrsprachige Aneignungssituation berücksichtigen, geschweige denn Verfahren für die Herkunftssprachen. Zum einen ist die Erfassung herkunftssprachlicher Kompetenzen für die Interpretierbarkeit des Sprachstandes unverzichtbar, zum anderen ist sie von Bedeutung in Sinne einer Anerkennung und Nutzung bereits vorhandener Ressourcen. Nicht zuletzt mangelt es auch an Konzepten für Qualifizierungsangebote, die sich an  Lehrkräfte richten und einen professionellen Umgang mit den aktuellen migrationsbedingten Veränderungen und den daraus resultierenden Bedingungen des Sprachenlehrens und -lernens in der Klasse gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund sind bei der diesjährigen Grazer Tagung Deutsch als Fremd-/Zweitsprache & Sprachdidaktik Beiträge zu folgenden Schwerpunkten erwünscht:

  • Empirische Studien zur Situation von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in den deutschsprachigen Bildungssystemen
  • Theoretische und empirische Modellierung von Sprachlehr-/lernkonzepten für neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Theoretische und empirische Modellierung sprachdiagnostischer Verfahren für SeiteneinsteigerInnen in Deutsch und anderen Sprachen
  • Didaktische Konzepte zum Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt in Klassen mit einer hohen Anzahl neu angekommener SchülerInnen
  • Didaktische Konzepte zur Anerkennung und Nutzung sprachlicher Ressourcen von SeiteneinsteigerInnen
  • Empirische Studien und Konzepte zur Qualifizierung von Lehrkräften im Umgang mit Diversität und Heterogenität mit Bezug zur aktuellen Migrations- und Fluchtsituation

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